Ein URL-Shortener verwandelt einen langen Link in eine kurze Adresse, die beim Aufruf automatisch zur eigentlichen Seite weiterleitet. Aus einer Adresse mit langen Parametern und Tracking-Zusätzen wird ein Link, den man in einer Zeile unterbringt und im Zweifel auch am Telefon diktieren kann.
Für die Besucher ändert sich dabei wenig. Sie klicken, werden meist unbemerkt weitergeleitet und landen auf der Zielseite. Für dich als Absender ändert sich einiges: Der Link passt auf Visitenkarte und Flyer, er sieht in einer Nachricht aufgeräumter aus, und je nach Dienst siehst du, wie oft er geklickt wurde.
Ob sich das lohnt, hängt vom Einsatz ab. Wer einmal einen Link in einen Chat kopiert, braucht dafür keinen Dienst. Wer Links drucken, an mehreren Stellen verteilen oder später ändern will, spart sich damit Ärger. Auf dieser Seite liest du, wie ein Shortener arbeitet, in welchen Fällen er sich auszahlt und wo du besser darauf verzichtest. Dazu gibt es Beispiele aus dem Alltag.
Wie funktioniert ein URL-Shortener?
Ein URL-Shortener speichert zu jedem Kurzlink die Zieladresse und leitet beim Aufruf per Weiterleitung dorthin. Der Server schaut nach, wohin der Link gehört, und schickt den Browser weiter, bevor eine Seite angezeigt wird.
Der Teil nach dem Schrägstrich heißt oft Slug. Er ist je nach Dienst zufällig oder frei wählbar. Ein Slug wie /herbst merkt man sich leichter als eine Reihe zufälliger Buchstaben.
Wichtig ist: Das Ziel steht beim Dienst und nicht im Link selbst. Bei einem dynamischen Link kannst du es deshalb später austauschen, während der gedruckte Kurzlink gleich bleibt.
Wann lohnt sich ein URL-Shortener?
Ein URL-Shortener lohnt sich dort, wo ein Link nach dem Teilen nicht mehr zu korrigieren ist, vor allem bei Druckmaterial. Zeigt eine ganze Auflage Flyer auf eine Seite, die später umzieht, hilft nur ein Kurzlink, dessen Ziel du anpassen kannst.
Auch bei wenig Platz zahlt er sich aus. Und wer wissen will, welcher Kanal Besucher bringt, legt pro Kanal einen eigenen Kurzlink an und liest die Klicks getrennt ab. Wie das bei Partnerlinks aussieht, zeigt der Beitrag URL Shortener für Affiliate-Links.
- Flyer, Visitenkarten und Plakate
- QR-Codes, deren Ziel sich später ändern soll
- Profile und Bio-Zeilen mit wenig Platz
- Kampagnen, bei denen du Kanäle getrennt auswerten willst
- Links, die du im Vortrag oder am Telefon nennst
Was haben Kurzlinks mit QR-Codes zu tun?
Ein Kurzlink im QR-Code hält das Muster grob und gut lesbar. Ein QR-Code speichert die Adresse direkt in seinen Modulen: Je länger die Adresse, desto mehr Module braucht er und desto feiner wird das Muster. Gedruckt in kleiner Größe liest die Kamera so einen Code schlechter.
Dazu kommt der zweite Vorteil: Du kannst das Ziel hinter dem Kurzlink ändern, ohne den Code zu ersetzen. Gerade bei gedruckten Codes ist das der Grund, warum viele auf dynamische QR-Codes setzen. Wie groß ein Code für welchen Abstand sein muss, steht im Beitrag QR-Code Größe.
Wann brauchst du keinen URL-Shortener?
Für einen einzelnen Link in einer E-Mail oder einem Dokument, der gut lesbar ist und sich nicht ändert, bringt ein Kurzlink wenig. Er kostet dann Aufwand ohne Gegenwert.
Ein Punkt wird gern übersehen: Du machst dich vom Dienst abhängig. Fällt der Anbieter weg oder kündigst du, funktionieren gedruckte Kurzlinks womöglich nicht mehr. Wer Links langfristig nutzt, sollte vorher klären, wie der Dienst mit Links umgeht und ob sich Daten exportieren lassen.
Worauf solltest du bei der Auswahl achten?
Wichtig sind vor allem ein änderbares Ziel und eine nachvollziehbare Datenverarbeitung. Die Funktionen unterscheiden sich von Dienst zu Dienst, ein Blick auf ein paar Grundpunkte spart späteren Ärger. Beim Datenschutz zählt im DACH-Raum, wo die Server stehen und wie Klickdaten verarbeitet werden. Für die rechtliche Einschätzung im eigenen Fall holst du dir am besten eine Beratung. Tarife und Funktionen der einzelnen Pläne findest du auf der Preisseite.
- Lässt sich das Ziel nach dem Anlegen ändern?
- Gibt es eine Klickstatistik, und wie genau ist sie?
- Wo stehen die Server, und wie werden Daten verarbeitet?
- Ist der Einstieg zum Ausprobieren kostenlos?
- Lassen sich Links und Daten exportieren?
Wie vertrauenswürdig sind Kurzlinks?
Kurzlinks sind nicht grundsätzlich unsicher, aber weil man das Ziel nicht sieht, begegnen manche Menschen ihnen mit Vorsicht. Das ist verständlich, denn auch Spam arbeitet mit ihnen. Als Absender kannst du dagegenhalten, indem du sagst, wohin der Link führt.
Ein kurzer Satz davor reicht, ebenso ein sprechender Slug oder bei Printmaterial ein Hinweis neben dem QR-Code. Prüfe außerdem von Zeit zu Zeit, ob die Ziele noch erreichbar sind. Ein Kurzlink, der ins Leere läuft, schadet mehr als ein langer Link.
Häufige Fragen
Ein URL-Shortener ist ein Dienst, der lange Webadressen in kurze Links umwandelt. Beim Aufruf leitet der Kurzlink automatisch auf die ursprüngliche Seite weiter.
Das hängt vom Anbieter. Bei jog690.link gibt es einen Free Plan, Details zu den Tarifen findest du auf der Preisseite.
Bei dynamischen Kurzlinks ja, das Ziel liegt beim Dienst und lässt sich austauschen, ohne dass sich der Link ändert. Ob ein Dienst das anbietet, solltest du vor dem Start prüfen.
Zwingend ist er nicht. Ein Kurzlink hält den Code aber klein und gut lesbar, und du kannst das Ziel später ändern, ohne neu zu drucken.
Dann funktionieren die Kurzlinks womöglich nicht mehr, auch gedruckte. Frag deshalb vorher nach Exportmöglichkeiten und überlege, welche Links dauerhaft laufen müssen.
Nicht grundsätzlich unsicher, aber das Ziel ist im Link nicht sichtbar. Als Absender erklärst du kurz, wohin der Link führt, und prüfst regelmäßig, ob die Ziele noch erreichbar sind.