Ein URL Shortener für Affiliate-Links löst zwei Probleme auf einmal: Die Adressen werden kürzer, und du siehst, wie viele Klicks wirklich ankommen. Partnerlinks sind oft lang und voller Parameter, etwa Partner-ID, Kampagnencode und Tracking-Anhang.
In einer Mail oder unter einem Video wirkt so eine Adresse schnell wie Spam. Manche Leser tippen sie gar nicht erst an. Andere kürzen den Link von Hand und löschen dabei genau den Code, über den deine Provision zugeordnet wird. Dazu kommt: Das Partnerprogramm zeigt dir meist nur, wie viele Verkäufe gezählt wurden, aber nicht, welcher Beitrag oder welche Mail die Klicks gebracht hat.
Das kostet im Alltag Klicks und Provision, ohne dass du es bemerkst. Hier geht es darum, was ein Kurzlink-Dienst für Affiliates können sollte, wie du die Kanäle getrennt auswertest und was er nicht misst. Am Ende stehen Hinweise zu Kennzeichnung, Programmbedingungen und Datenschutz, so wie sie für Seiten im DACH-Raum relevant sind.
Warum kosten lange Affiliate-Links Klicks?
Lange Affiliate-Links wirken auf Leser misstrauisch und gehen in Nachrichten leicht kaputt, und mit ihnen deine Provision. Ein Partnerlink besteht oft aus der Domain des Netzwerks, einem Pfad, einer Partner-ID, einer Kampagnen-ID und ein paar Parametern. Für die Technik ist das nötig, für Leser ist es ein Zeichenhaufen.
In Newslettern und Nachrichten bricht ein langer Link außerdem gern um oder wird abgeschnitten. Ein beschädigter Link führt im besten Fall auf eine Fehlerseite, im schlechteren Fall landet der Klick ohne deine ID beim Anbieter, und du gehst leer aus.
Hinzu kommt, dass du am Link selbst nichts ändern kannst. Läuft eine Aktion aus oder wechselt das Programm die Adresse, musst du jeden Beitrag einzeln anfassen. Wie ein Kurzlink das löst, erklärt der Beitrag URL-Shortener: Was ist das.
Was sollte ein Kurzlink-Dienst für Affiliates können?
Wichtig sind eine Klickstatistik pro Link, ein änderbares Ziel und ein Link, der nach dir aussieht. Nicht jeder Kurzlink-Dienst passt für Partnerlinks, diese Punkte sind im Alltag die wichtigsten:
- Klickstatistik pro Link, mindestens nach Zeit, Land und Gerät
- Eigene Domain, damit der Link nach dir aussieht und nicht nach einem Fremddienst
- Ziel nachträglich änderbar, ohne dass sich der Kurzlink ändert
- Pro Kanal ein eigener Link, ohne dass dafür jedes Mal ein neues Konto nötig wird
- Schnelle Weiterleitung, damit der Besucher nichts davon merkt
- Serverstandort und Verarbeitung so, dass du sie in der Datenschutzerklärung klar benennen kannst
Wie wertest du Affiliate-Links pro Kanal aus?
Lege für dasselbe Angebot pro Kanal einen eigenen Kurzlink an, etwa einen für den Newsletter, einen für Instagram und einen für den Blogartikel. Alle führen auf dieselbe Affiliate-Adresse.
Nach zwei Wochen siehst du in der Statistik, welcher Kanal die meisten Klicks liefert. Das ist ein Hinweis, kein Beweis, denn ein Klick ist noch kein Kauf. Aber es zeigt dir, wo sich weitere Arbeit lohnt.
Alternativ kannst du UTM-Parameter wie utm_source, utm_medium und utm_campaign an die Zielseite hängen, damit Google Analytics die Herkunft erkennt. Das funktioniert nur, wenn das Partnerprogramm zusätzliche Parameter in der Adresse zulässt. Im Zweifel steht das in den Teilnahmebedingungen oder beim Support.
Was misst ein Kurzlink und was nicht?
Der Kurzlink zählt Klicks, mehr nicht. Er zeigt dir in der Klickstatistik, wie oft er aufgerufen wurde. Ob der Besucher danach etwas gekauft hat, entscheidet das Partnerprogramm, und nur dort tauchen Verkäufe und Provisionen auf.
Die Zahlen aus beiden Quellen stimmen deshalb nie überein. Kurzlink-Klicks sind höher, auch weil Bots und Link-Vorschauen von Messengern mitzählen können. Vergleiche die Werte nicht eins zu eins, sondern über mehrere Wochen und achte auf das Verhältnis.
Ist Link-Cloaking bei Affiliate-Links erlaubt?
Ob Cloaking erlaubt ist, entscheiden die Teilnahmebedingungen des Partnerprogramms. Manche verbieten, das Ziel zu verschleiern, oder verlangen, dass der Link erkennbar zum Anbieter führt.
Mit Cloaking ist gemeint, dass der Besucher nicht sofort sieht, wohin der Link führt. Ein Kurzlink tut das automatisch, weil das Ziel nicht in der Adresse steht. Der Vorteil ist ein aufgeräumter Link, den du bei Bedarf austauschen kannst. Und beachte: Verschleiert ist nicht dasselbe wie nicht gekennzeichnet. Dein Leser muss trotzdem erkennen, dass es sich um Werbung handelt.
Was gilt bei Kennzeichnung und Datenschutz im DACH-Raum?
Affiliate-Links müssen als Werbung erkennbar sein, und die Klickstatistik gehört in die Datenschutzerklärung. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten Regeln gegen unlauteren Wettbewerb, die eine erkennbare Kennzeichnung kommerzieller Inhalte verlangen. In der Praxis setzt man Begriffe wie „Werbung“ oder „Affiliate-Link“ sichtbar an die Stelle, an der der Link steht. Die Einzelheiten unterscheiden sich je nach Land, bei Unsicherheit hilft eine rechtliche Beratung.
Eine Klickstatistik verarbeitet Daten wie Gerät, Land und gegebenenfalls IP-Adressen. Frag beim Anbieter nach Serverstandort und Auftragsverarbeitungsvertrag.
Wie setzt du Kurzlinks je nach Kanal ein?
Je nach Kanal brauchst du eine andere Darstellung des Links. Diese Hinweise haben sich im Alltag bewährt:
- Newsletter: Link als Text hinterlegen, nicht die nackte Adresse einfügen
- Social Media: In Beschreibungen sind Links oft nicht anklickbar, dort hilft ein kurzer Link in der Bio
- Blog und Videos: Kurzlink in die Beschreibung, dazu die Kennzeichnung direkt daneben
- Anzeigen: Richtlinien der Werbeplattform lesen, manche prüfen Zielseiten und Weiterleitungen genau
Wie richtest du einen Kurzlink für Affiliate-Links ein?
In vier Schritten, das dauert wenige Minuten. Was dein Plan enthält, steht auf der Preisseite.
- Konto anlegen und, wenn vorhanden, deine eigene Domain verbinden
- Affiliate-Link aus dem Partnerprogramm kopieren und als Ziel eintragen
- Pro Kanal einen eigenen Kurzlink erstellen und benennen
- Nach ein bis zwei Wochen Klicks pro Kanal vergleichen und mit den Verkäufen im Partnerprogramm abgleichen
Häufige Fragen
Das hängt vom Dienst und von deiner Einrichtung ab. Prüfe Serverstandort und Auftragsverarbeitung, und beschreibe die Klickstatistik in deiner Datenschutzerklärung. jog690.link läuft auf Servern in Frankfurt.
Das kommt auf die Plattform an. Eine eigene Domain wirkt vertrauenswürdiger als ein Fremddienst. Werbeplattformen und Partnerprogramme haben eigene Regeln, die du vorher lesen solltest.
Nein. Der Kurzlink zählt nur Klicks. Verkäufe und Provisionen siehst du im Partnerprogramm.
Es gibt einen dauerhaft kostenlosen Plan. Welche Grenzen er hat und welche Funktionen bezahlten Plänen vorbehalten sind, steht auf der Preisseite.
Hänge UTM-Parameter an die Zielseite, sofern das Partnerprogramm das zulässt. Beachte dabei die Einwilligung der Besucher für das Tracking.
In Deutschland, Österreich und der Schweiz gelten Regeln, die kommerzielle Inhalte erkennbar machen sollen. Üblich ist ein sichtbarer Hinweis wie „Werbung“ oder „Affiliate-Link“ direkt am Link. Die Einzelheiten unterscheiden sich je nach Land, bei Unsicherheit hilft eine rechtliche Beratung.